Rubrik "Analysen"


Der Krieg der Feigheit


Die USA sind nicht nur die derzeitige Weltmacht, sondern auch der Hauptauslöser für Kriege und Konflikte weltweit, ob sie nun offiziell ihre Finger im Spiel haben oder aber nur die Fäden im Hintergrund eines Stellvertreterkrieges ziehen. Fakt ist, dass sie Unruhestifter Nummer eins sind und dadurch ihre Weltmachtposition festigen wollen. Sie stecken daher Unsummen in die Rüstung und entwickeln immer gefährlichere Waffen, aus denen eine äußerst feige Kriegsführung resultiert.

Der Irakkrieg war für die USA ein Desaster, und in Afghanistan droht alles eine noch schlimmere Entwicklung zu nehmen. Einen weiteren offiziellen Kriegsschauplatz zu eröffnen, können sie sich daher nicht leisten, weil sie ihre aktuellen Kriege bisher nicht in ihrem Sinne erfolgreich abschließen konnten. Daher führen die USA zurzeit einen Fernkrieg in Pakistan, der gerade wegen seines inoffiziellen Charakters so gefährlich ist, weil er von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird und in Politik und Medien untergeht. Trotzdem trägt er die üblichen Züge des Krieges mit vielen Toten und Verletzten.

Man kann durchaus behaupten, dass es der bislang feigste Krieg ist, den die USA jemals gegen ein Land geführt haben, denn für sie birgt dieser Krieg keinerlei Risiken. Es finden keine direkten Kampfhandlungen statt, weil man für diesen Krieg lediglich einen Joystick bedienen muss. Derjenige, der den Joystick steuert, kann sozusagen irgendwo in den USA gemütlich in seinem Sessel sitzen, mit der einen Hand einen Burger essen und mit der anderen Hand den Knopf drücken und in weniger als zwei Sekunden unzählige Menschen töten. In einem solchen Krieg findet ein einseitiges Abschießen ohne Vorwarnung statt. Sobald ein lebendes Ziel anvisiert wurde, hat es keine Chance, dem Angriff auszuweichen. Auf amerikanischer Seite gibt es weder Tote noch Verletzte. Auch bleiben traumatisierte Soldaten aus, weil das Töten aus der Entfernung das Gewissen schont und ohne Angst um das eigene Leben erfolgen kann. US-General Robert E. Lee, seinerzeit Oberbefehlshaber des konföderierten Heeres im amerikanischen Bürgerkrieg, sagte einmal: "Es ist gut, dass Krieg so schrecklich ist – ansonsten fänden wir noch Gefallen daran." Die Soldaten werden jedoch nicht mehr mit den Schrecken des Krieges in Pakistan konfrontiert und empfinden möglicherweise nicht mehr beim Töten als bei einem gewöhnlichen Videospiel, das Spaß und Unterhaltung bringt. Der Krieg wird für sie zum bloßen Zeitvertreib.


Mit Waffen bestückte US-Drohne

Der ferngesteuerte Krieg ist mittels Drohnen möglich, bei denen es sich um unbemannte Flugzeuge handelt. Der Drohnenkrieg gegen Pakistan hatte bereits unter George W. Bush begonnen und wurde nicht nur vom jetzigen US-Präsidenten Barack Obama fortgesetzt, sondern intensiviert. Hunderte Menschen kamen bereits durch Bomben, die von Drohnen abgeschossen wurden, ums Leben. Unter den Opfern befinden sich nicht nur Zielpersonen der Amerikaner, sondern vor allem viele Unbeteiligte. Die angepriesene Präzision dieser neuen Technologie geht völlig an der Realität vorbei. Jeder Drohnenangriff bringt so genannte Kollateralschäden mit sich.

Drohnen haben viele Vorteile. Sie haben im Gegensatz zu bemannten Kampfflugzeugen eine viel höhere Flugdauer, ohne aufgetankt werden zu müssen, und sie sind lautlos und geben lediglich ein Surren ab, sobald die Bombe abgeschossen wird. Da Drohnen in großer Höhe fliegen, sind sie auch so gut wie unsichtbar.

Die Angriffe in Pakistan erregen trotz der Opfer aber kaum Aufsehen, weil es ein inoffizieller und heimlicher Krieg ist. Niemand kann fordern, den Krieg in Pakistan zu beenden, weil es ihn offiziell gar nicht gibt. Auch lassen sich die USA nicht dazu auffordern, ihre Truppen aus Pakistan abzuziehen wie im Falle Afghanistans oder des Irak, weil sie diesen Krieg aus großer Distanz führen.

Die USA äußern sich offiziell nicht zu dem Drohnenkrieg in Pakistan. Sie nehmen nach jedem Angriff ganz einfach keine Stellung: Weder dementieren sie diese Angriffe, noch bekennen sie sich dazu. Es ist Teil einer Übereinkunft zwischen den USA und Pakistan, dass CIA, US-Militär und US-Regierung sich nicht äußern und die pakistanische Regierung die Angriffe offiziell wegen Grenzverletzung verurteilt und die Öffentlichkeit falsch informiert, indem sie behauptet, die Angriffe würden sich an der pakistanisch-afghanischen Grenze gegen die afghanische Seite richten. In Wahrheit arbeitet die Regierung Pakistans eng mit den USA zusammen. Die Drohnen starten sogar von einer Militärbasis in Pakistan aus.


US-Präsident Barack Obama mit Pakistans Präsident Asif Ali Zardari

Der Drohnenkrieg in Pakistan ist auch ein US-amerikanisches Kriegsexperiment. Es ist eine ganz neue Form der Kriegsführung und könnte die USA bei Gelingen dieses Experiments dazu motivieren, ihre Kriege in dieser Form auszuweiten. Drohnen versetzen sie in die Lage, Kriege in Regionen zu führen, die Tausende von Kilometern entfernt liegen, ohne sich selbst vom Fleck bewegen zu müssen. James R. Clapper Jr., Staatssekretär für Geheimdienste im Pentagon, sagte: "Die neuen Produkte der Kriegsführung sind sehr laserähnlich und präzise geworden. Mit ihnen hat man die Möglichkeit, sobald man weiß, hinter was man her ist, das sehr lückenlos und ununterbrochen zu beobachten und zu überwachen – beharrlich. Und dann, im richtigen, kritischen Augenblick, mit der nötigen Rücksicht zur Reduzierung von Kollateralschäden, dieses Individuum auszuschalten." Die Muslime stellen bei alldem die Versuchskaninchen dar. Die Tatsache, dass die USA ihre Drohnen auf mehrere Tausend aufgestockt haben, belegt, dass sie darin die Zukunft des Krieges sehen.

Ein solcher Krieg ist ohne Kollaborateure gar nicht realisierbar. Der Hauptkollaborateur in diesem feigen Krieg ist selbstverständlich die Regierung Pakistans. Es bedarf aber auch der gewöhnlichen Kollaborateure, die die Sender, welche die Koordinaten an die Drohnen funken, an jenen Orte platzieren, die von den Drohnen bombardiert werden sollen. Aus diesem Grund halten manche Dorfbewohner nachts sogar Wache, damit ihnen niemand heimlich einen solchen Sender am Haus anbringt.

Der Krieg in Pakistan ist in vollem Gange, auch wenn in diesem Fall niemand von Krieg spricht und aufgrund der neuen Technologie auf unkonventionelle Kriegsmethoden zurückgegriffen wird. Fakt ist, dass die Muslime in Pakistan von den USA bombardiert und getötet werden. Es ist der feigste Krieg, den die USA je umgesetzt haben, weil die Menschen keine Chance haben, sich gegen den Feind zu wehren, da er sich Tausende von Kilometern entfernt in Sicherheit wiegt. Die Muslime in Pakistan haben keine Gelegenheit, auf den Feind zu treffen und ihn aus dem Land zu jagen, weil er aus der Ferne operiert und tötet.


Zardari-Karikatur, in Wahrheit hält er die US-Flagge noch höher als in der Karikatur dargestellt

Allerdings ist die pakistanische Regierung zur Verantwortung zu ziehen, ohne deren Kooperation die USA nicht in der Lage wären, ihre Angriffe durchzuführen. Die Regierung Pakistans ist ebenso ein Feind der pakistanischen Bevölkerung und der Muslime wie die USA, die mit ihrem Drohnenkrieg bewiesen haben, dass ihnen der Mut zu einem echten Krieg fehlt und sie nicht in der Lage sind, von Angesicht zu Angesicht gegen die Muslime zu kämpfen. Sie sind lediglich im Besitz einer höheren Technologie, die ihnen mehr und mehr erlaubt, feige, hinterhältige und schmutzige Kriege zu führen, ohne selbst ein Risiko einzugehen. Aber so fortgeschritten ihre Technologie auch sein mag, brauchen sie ihre Lakaien, die in der islamischen Welt regieren. Nur solange ihre Macht fortbesteht, haben die USA die Möglichkeit, ihre Bomben auf die Muslime abzuwerfen. Ihre Entmachtung ist daher obligatorisch.



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  ZITATE


Umar Ibn Al-Khattab

Wir sind ein Volk, dem Allah mit dem Islam machtvolle Würde verliehen hat. Sobald wir Würde anderswo suchen als im Islam, wird Allah uns erniedrigen!

Umar Ibn Al-Khattab, Prophetengefährte und zweiter, rechtgeleiteter Kalif der Muslime

 

 
  HADITHE

Ibn Omar sprach: Ich hörte den Gesandten Allahs (s.) sagen:

"Wer eine Hand aus dem Gehorsam gegenüber Allah zieht, trifft Allah am Jüngsten Tage ohne Argument. Und wer stirbt und im Nacken keine Bai´a trägt, der stirbt einen Tod der Dschahiliyya!"

(Muslim)

 
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