"Gegen Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die islamische Welt sukzessive durch ausländische Mächte besetzt und von diesen de facto verwaltet. Mit der Zerstörung des Kalifats im Jahre 1924 schufen die Kolonialmächte auf dem riesigen islamischen Staatsgebiet kleine Regionalstaaten, um die Spaltung der Muslime ein für allemal zu besiegeln.

Ihnen war bewusst, dass die Muslime auf lange Sicht keine ungläubigen Besatzer dulden werden. Daher brachten sie Personen an die Macht, die zwar aus dem Volk des besetzten Landes stammen, den Kolonialherren aber in jeder Angelegenheit absolut hörig sind.

Es sind Personen von niederem Charakter, feige und käuflich zugleich. Die Ungläubigen, allen voran die Engländer, pflegten zu ihnen schon vor der Zerstörung des Kalifats sehr gute Beziehungen. Sie wurden vom britischen Schatzhaus z.T. direkt finanziert und kämpften im Auftrag der Engländer gegen die Truppen des osmanischen Kalifats.

Den Verrat am Islam und an den Muslimen belohnten die Briten dadurch, dass sie diese Personen nach geglückter Aufteilung der islamischen Länder zu Führern eben dieser neuen Staatsgebilde machten. So ist über Abd al-Aziz Ibn Saud, dem Gründer Saudi Arabiens, bekannt, dass er bereits 1915 mit den Engländern Bündnisse gegen das osmanische Kalifat einging. Der jetzige König Saudi Arabiens (2007), Abdullah Ibn Abd Al-Aziz, ist sein Sohn. Seine Nähe zu den Vereinigten Staaten und insbesondere zur Bush-Regierung ist kein Geheimnis. Die im Irak-Krieg demonstrierte, bedingungslose Unterstützung der ungläubigen Amerikaner durch Saudi Arabien sollte daher niemanden verwundern.

Ein anderer Agent war Faisal. Er arbeitete eng mit dem britischen Spion T. E. Lawrence zusammen. Im Auftrag der britischen Regierung unternahm auch er Guerillaaktionen gegen die Soldaten des Kalifen. Belohnt wurde sein Verrat dadurch, dass ihn seine Londoner Herren 1920 zum König von Syrien und 1921 zum König des Irak machten.

Das Schicksal der Muslime hat sich in Bezug auf ihre Führer in 80 Jahren nicht gewandelt. Auch heute sind muslimische Führer vor allem ihren Herren in Washington, Paris und London loyal. Die Umma bedeutet ihnen nichts. Mehr noch, schon oft haben sie bewiesen, dass sie bereit sind, für die Interessen des Westens tausende und hunderttausende Muslime zu opfern. Sie unterdrücken uns Muslime und verfolgen mit äußerster Brutalität vor allem jene islamischen Bewegungen, die sich für die Wiedererrichtung des Kalifats einsetzen. Sie regieren nach den Gesetzen des Unglaubens und bereichern sich an den Bodenschätze der Umma. Sie gehen Bündnisse mit den Ungläubigen ein und unterstützen sie in ihrem Kampf gegen unsere muslimischen Geschwister.

So sind sie heute als das Haupthindernis in der Wiedererrichtung des Kalifats anzusehen, denn ihnen ist bewusst, dass mit der Gründung des islamischen Staates ihr Verrat offen zutage gelegt und ihre Unrechtherrschaft ein jähes Ende finden wird."

 
 
 
 
 
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